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Ich wollte schon immer einen eigenen Hund haben. Als Kind war mir dies auch vergönnt, aber wenn man klein ist, sieht man Tiere mit anderen Augen. Mit etwa 8 Jahren mussten wir unsere kleine „Anna“ einschläfern lassen. Im Laufe der Jahre hing ich immer noch sehr an Hunden, der Gedanke mal einen eigenen Hund zu haben war immer noch vorhanden. Tja …, als Auszubildende + Inhaberin eines Autos + eigenem Haushalt ist es finanziell leider schier unmöglich gewesen einer kleinen Hundeseele ein Zuhause zu geben. Doch dann sprang mir der Gedanke einer Pflegestelle in den Kopf. Ich informierte mich sehr genau und wusste, das ist es! Wenn ich schon keinen eigenen Hund halten kann, dann wenigstens einen, der vorübergehend eine schöne Zeit bei mir haben soll. Ich schrieb mehrere Organisationen an und Tiere-in-Spanien.de meldete sich zurück, worüber ich mich mehr als gefreut habe. Als dann auch der Vorbesuch gut ausging war ich überglücklich. Im Vorfeld erfuhr ich in etwa, welcher kleine Schatz bei mir einzieht … Princessa (6-7 Jahre alt) sollte es sein. Ich schaute mir ihr Bild auf der Homepage an, weil ich interessiert war, wie sie aussieht. Alles war geklärt und nun wartete ich darauf, dass die Maus endlich nach Deutschland kommt. Am 10. Juni war es dann soweit …. Ich holte Princessa bei Frau Huhn ab. Mir wurde Diät-Trockenfutter mitgegeben und ein Aufbaupulver (Princessa musste aufgepäppelt werden und vertrug die Kastration nicht so gut), von beidem war Princessa nicht wirklich begeistert. Dies machte sich durch Appetitlosigkeit bemerkbar. Im Laufe der Zeit wurde von Diät auf normales Trockenfutter umgestellt. Die Umstellung ging recht schnell …, Leckerlies waren tabu, da ich keine Lust auf Durchfall hatte. Princessa sollte aber nicht Princessa bleiben …. Ich taufte die kleine auf „Luna“ um. |
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Luna lebte sich immer besser ein. Die ersten Wochen dachte ich, sie wäre taub, da sie auf nichts reagierte. Ich kam mir vor, als würde ich mit einer Wand sprechen ;). Luna ist ein leidenschaftlicher Spaziergänger. Wenn es sie packt, dann könnte man meinen, sie sei keine 6 oder 7 Jahre alt. Luna wurde nach 4-5 Tagen gebadet, ich wollte sie anfangs nicht überfordern. Nach einmaligem Sprung aus der Wanne hat es doch noch gut geklappt und sie glänzte anschließend wie ein kleiner Diamant. Wenn es um das Autofahren geht ist sie die Ruhe selbst, sie legt sich auf die Seite, alle Viere von sich gestreckt und schläft die ganze Fahrt (1 ½ -2 Stunden). Erst, wenn ich die Handbremse vom Auto anziehe wird Luna wach und weiß genau, jetzt sind wir da.
Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass Luna total lernwillig ist und schon nach wenigen Tagen konnte sie „Sitz“ und Platz“. Sogar die Hundepfeife hab ich ihr nahe gebracht, was auch bei nicht zu starker Ablenkung ganz gut klappt. Alles wird immer noch verinnerlicht, damit es nicht in Vergessenheit gerät. Hier- und da kommt noch ein Kommando hinzu, damit es der Kleinen nicht langweilig wird.
Die Wochen vergingen …, niemand meldete sich, um ihr ein Zuhause zu schenken. Doch am 20.07.2007 lernte mein Opa Luna bei der Hochzeit meines Bruders kennen. Er war so hin- und weg, gerührt und beeindruckt von ihrer Anhänglichkeit und ihrer Ausstrahlung. Für meinen Opa stand fest; dieser Hund soll bei mir bleiben, damit sie sich nicht wieder neu an einen Menschen binden muss. Ich hab anfangs gedacht, es wäre ein Scherz, aber es war sein purer Ernst. Natürlich freute ich mich unglaublich, da auch ich mich riesig an die Kleine gewöhnt habe, aber nie dachte (aus finanziellen Gründen), dass sie einmal bei mir bleibt. Nun bin ich überglücklich und hoffe, dass Luna noch ein paar schöne Jahre bei mir verbringt.
Ich möchte aus meiner Erfahrung heraus allen sagen, die sich vielleicht unsicher sind und nicht wissen/wussten „Alter oder junger Hund?!“, dass es sich auch mit älteren Hunden wundervoll leben lässt. Das zeigt mir Luna täglich durch ihre bedingungslose Dankbarkeit, Liebe, Zuneigung und Gelassenheit.
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