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MAXIMILIAN
ASSIBRACO, genannt MAXX Deutsch-Kurzhaar-Mix,
Rüde, 2 Jahre, 50 cm, 19 kg Vorbereitung Die Vermittlung von
Maxx war von tiere-in-spanien ganz ausgezeichnet organisiert. Das
Management der Vermittlung durch Frau Simone Simon aus Trier war
umfassend und lückenlos, ebenso die Betreuung und Unterrichtung durch
Monica Planas, Tierärztin in Spanien. Die zur Verfügung gestellten
Informationsblätter (internet) waren umfassend und weitestgehend
zutreffend. Hier folgen einige Zusatzinformationen bezogen auf den Fall
Maxx. Ankunft Bei seiner Ankunft im
Cargo-Bereich des Frankfurter Flughafens erwies sich Maxx als ein ganz
lieber, aber restlos verängstigter Hund. Er war kleiner als gedacht,
daher zeigte sich das mitgebrachte Halsband als zu weit – wir behalfen
uns zunächst mit einem „Würger“, tags darauf bekam Maxx ein neues,
etwas engeres Halsband. Mit den auf dem
Informationsblatt zur Abholung gegebenen Informationen fanden wir uns
sehr gut zurecht. Ergänzend folgende Hinweise:
Transport Nach einem kurzen
Spaziergang auf dem Cargo-Gelände ließ sich Maxx problemlos auf die Rücksitze
des Autos beordern. Sobald wir die Autobahn erreicht hatten rollte er
sich dort neben mir zusammen und verschlief so die gesamte Heimfahrt. Der
erste Tag Im neuen Heim
angekommen war Maxx sehr ängstlich und aufgeregt. Wir ließen ihn
selbstständig sein neues Reich erkunden. Es war bereits sehr spät am
Abend. Ich hatte meine Schlafstätte nach außerhalb des Schlafzimmers
verlegt. Maxx schlief die ganze Nacht dicht vor meinem Bett. Ab dem nächsten
Morgen ging er nicht mehr von meiner Seite. Fressen Entgegen den Ankündigungen
fraß Maxx keinerlei Trockenfutter. Er akzeptierte aber Essensreste wie
Kartoffel (gequetscht) mit Gemüse oder Nudeln mit Soße. Wenn wir ihm
Trockenfutter mit Essensresten vermischten, fraß er zwar, spukte aber
anschließend das Trockenfutter wieder in den Napf. Inzwischen hat er
dazugelernt; wenn er eine Handvoll Trockenfutter restlos aufgefressen
hat, bekommt er als Nachtisch und Belohnung noch ein paar Essensreste in
den Napf – das funktioniert prima. Probleme mit
Durchfall traten übrigens nicht auf. Besonderheiten Am Anfang verströmte
Maxx einen beißenden, säuerlichen Geruch. Er entstammte offenbar seinen vorangegangenen
Aufenthaltsstationen. Ich hatte mir fest vorgenommen, nach zwei Tagen
diesen Geruch wegzubaden, wenn keine Rücksicht mehr auf die
Ungezieferbehandlung seines Felles genommen werden musste. Bis dahin
verbrannte meine Frau in der Wohnung Weihrauch. Statt wie im Tierheim
roch es bei uns wie in einer Kathedrale. Aber nach zwei Tagen war der
penetrante Duft verflogen, Maxx roch nur noch wie ein normaler Hund und
das Bad konnte ausfallen. Bei den ersten
Spaziergängen erwies sich Maxx als Kotfresser.
Pferdeäpfel und Kuhfladen interessierten ihn nicht, aber er grub aus
losem Laub die Hinterlassenschaften seiner Artgenossen aus, schnappte
sich davon und versuchte in den Resten
Kopf und Hals zu parfümieren. Dies ließ sich jedoch schnell
reparieren : erst ein kräftiges „pfui“, danach führte ich Maxx
mehrfach am gleichen Häufchen vorbei und gab ihm ein Biskuit, wenn er
sich nicht mehr dafür interessierte. Da Maxx sehr intelligent ist, führt
er mich inzwischen mit Vorliebe zu irgendwelchen Häufchen um sich dann
stolz vor mich hinzusetzen und seine Belohnung einzufordern. Traumatisierungen In folgenden
Situationen reagierte Maxx mit großer Panik:
Auffällig war auch
sein Fressverhalten. Fressen
sah für ihn so aus, dass er sich immer wieder an seinen Napf
heranschlich, ein Maul-voll schnappte und zum Fressen schnell in eine
Zimmerecke lief. Er war offenbar nicht gewohnt, einen eigenen,
konkurrenzfreien Napf zu haben. Auch mit Werfen
jeder Art hatte er Probleme, ob Stöckchen, Tennisball oder Leckerchen
– er kniff den Schwanz ein und verdrückte sich in eine Ecke. Wir
haben ein neues Spiel entwickelt, das heißt „Fleischwurst-Schmeißen“.
Mit Gewöhnung, Geduld und einer halben Fleischwurst ist es aber
inzwischen gelungen diese Probleme zurückzudrängen. Ausblick Inzwischen ist Mäxxchen
der Liebling von allen. Er hat mittlerweile fünf verschiedene Liegeplätze
in unserer Wohnung, weil er sich immer in der Nähe eines von uns vier
Familienmitgliedern aufhalten will. Seine Box hat er ganz von selbst zu
seinem Schlafplatz bei Nacht erkoren. Er begleitet uns dreimal am Tag
durch Wald und Flur – heute bei -7°Celsius – und lernt dabei an der
Leine zu laufen, ohne zu ziehen, bei Fuß zu gehen, abgelegt zu werden
und zeitweise alleine zu bleiben. Das bereitet aber auch Probleme, wenn
das Alleinsein länger als 1 bis 2 Stunden dauern soll. Deswegen hat er
auch schon zwei Wohnungstüren zerkratzt. Daran arbeiten wir noch. Dafür
freut er sich aber auch riesig, wenn jemand von der Familie nach Hause
kommt. Sehr viel Angst hat er noch vor ihm fremden Menschen. Auch wenn
wir durch die Straßen unseres Ortes gehen, ist er sehr, sehr angespannt
und ängstlich. Draußen in Wald und Flur ist er dagegen ein König, ein
echter, glücklicher Jagdhund. Klaus Kohm,
Emmelshausen, 12.12.2004 |
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