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Die alte
Schäferhündin Gipsy bekam im März 2006 endlich eine neue Chance...
Hier der Bericht der Adoptanten:
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So, nun ist sie da….und wie!!! Freitagnacht hat mich die Süsse um zwei Uhr geweckt, weil sie mal raus musste (sie scheint stubenrein zu sein, denn sie winselt kurz wenn sie raus muss). Ansonsten hat sie tief und fest in ihrem Kuschelbettchen geschlafen. Am Samstag hats bei uns ganz dolll geschneit. Das hat Gipsy überhaupt nicht gestört. Im Gegenteil. Sie hat sich wie wild im Schnee gewälzt und ist rumgetollt wie ein Welpe. Meinen Mann hat sie sofort und bedingungslos als Führer akzeptiert und kaum im Wald angekommen hat sie ihm schon fleissig Stöckchen gebracht Ich hab fast geweint, da ich soooo viel Lebensfreude nicht erwartet habe, es war einfach überwältigend). Sie liebt Stöckchen werfen über alles und aportiert sie uns, als wenn sie nie was anderes gemacht hat. Mit unserem Rüden versteht sie sich super gut und gibt ihm immer wieder Küsschen. Die letzten zwei Nächte hat sie durchgeschlafen. Sie frisst gut und lässt sich sogar immer eine kleine „eiserne Reserve“ im Napf. Das Katzenfutter interessiert sie überhupt nicht. Mit der Futterumstellung und dem Transport von Spanien in die Schweiz hatte sie überhaupt keine Probleme! Katzen scheinen sie überhaupt nicht zu interessieren! Heute morgen sind wir mit einer Hundegruppe von 6 Hunden mitgelaufen. Gipsy hat alle immer zusammengehalten (typisch Schäfer) und hatte mit allen (auch Weibchen) ihren Spass. Leider musste ich heute morgen feststellen, dass sie irgendwo Blut verloren hat. Wir sind dann direkt zum Tierarzt gedüst. Der hat dann festgestellt, dass Gipsy Würmer hat. Ansonsten hat sie nur noch ein wenig dreckige Ohren, ist aber ansonsten ein topfiter Hund. Ihre Rücken und Beckenmuskulatur ist noch etwas schwach. Aber die Muskeln kommen schon noch. Da Gipsy ein total lebensfroher und agiler Hund ist, mache ich mir da keine Sorgen. Ja, das wären mal die neusten News von hier. Gipsy scheint sich schon sehr wohl zu fühlen und wir würden sie nie mehr hergeben! Liebe Grüsse aus Bern Patrizia |
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Gipsy - hier noch in der Tötungsstation... |
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und hier völlig entspannt in ihrem neuen Zuhause |
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Gipsy geht es blendend. Nun ist sie etwas
mehr als zwei Wochen bei uns, aber für uns ist es so, als wäre sie
schon immer bei uns gewesen. Sie verträgt sich einfach mit allem und
jedem. Manchmal schlafen unsere Katzen mit ihr zusammen im Körbchen.
Und Tristan bekommt immer noch täglich Bussis von ihr (in der
Zwischenzeit erwidert er diese sogar).
Gipsy scheint uns voll und ganz als
ihre Familie zu akzeptieren. Sie verteidigt mich sogar gegen andere
Hunde (wenn diese auf mich zu rennen oder mich anbellen, stellt sie sich
zwischen diesen Hund und mich und bellt den Hund zweimal kurz an....da
hat dann jeder Respekt vor ihr). Ausserdem schaut sie während den
Spaziergängen immer, dass die ganze Gruppe zusammen bleibt. Körperlich merkt man Gipsy ihr Alter manchmal schon an, aber im Geiste ist sie Jung wie eh und je! Es kann schon mal vorkommen, dass Gipsy in die Wohnung macht, weil ihre Blase halt etwas schwach ist. Ihr ist das jedes Mal total peinlich, uns macht das aber gar nichts, der Wischmob ist ja immer in der Nähe :-) Laufen und Spielen ist Gipsys Lieblingshobby...natürlich nur, wenn sie nicht gerade am Kampfschmusen ist. Wie toll "ältere" Hunde sein können sehen die Leute, welche wir auf unseren Spaziergängen treffen. Wir haben schon einigen Menschen gezeigt, dass "Oldies" trotzdem noch recht auf Zack sind und genau so schmusig und knuffig sind wie Welpen. Leute die mal schlechte Erfahrungen mit Schäferhunden gemacht haben, belehren wir auch eines besseren! Wahrhaftig, Tristan und Gipsy sind einfach ein tolles Team! Ich würde keinen von beiden je wieder hergeben!!! Anbei noch ein Foto von Gipsy. Sie hat friedlich unter dem Esstisch geschlafen als wir Besuch hatten :-) Liebe Grüsse aus Bern
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| Fortsetzung von Gipsy im August 2006: |
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Nun
möchte ich, Gipsy, mich auch mal kurz melden. Vielen herzlichen Dank, dass Sie es mir ermöglicht haben, aus der schrecklichen Tötungsstation, in die schöne Schweiz umzuziehen. Ich hab mich hier ganz toll eingelebt. Die Katzen der Familie Castiglioni sind ganz lieb zu mir (ausser die kleine, schwarze Nofi, die faucht mich immer an, aber ich ignoriere sie einfach) aber der Tristan, der andere Hund (er ist Slowake) ist einfach nur ein Schlitzohr und hat nur Unsinn im Kopf (ich muss ihn dann manchmal "miterziehen"). Also, wie gesagt, ich bin putzmunter und happy in der Schweiz angekommen und hab mich vom ersten Tag an, gleich zu Hause gefühlt. Den Gerhard, das ist der Mann von Patrizia, den lieb ich ja über alles....er ist mein allerliebster Mensch und für ihn würd ich sogar durch die Hölle gehen. Er sagt immer, ich sei seine spanische Schönheit, das gefällt mir! Mit Patrizia hab ichs auch sehr schön, aber wenn Gerhard da ist, bin ich immer viiiiieeeeel lieber bei ihm (bin halt ein richtiger Männerhund) ausserdem wird Patrizia immer von Tristan belagert. Im
Mai sind wir umgezogen in ein Haus mit Garten auf dem Land. Zuerst fand
ich das gar nicht toll und war total verwirrt. Gerhard hat mich dann
immer ganz doll in den Arm genommen und mir erklärt, dass es hier viel
schöner ist als in der Stadt und nach zwei Wochen hab ich dass dann
auch gut gefunden. Leider hat es im Mai hier ziemlich heftig geregnet
und Patrizia hat mir immer erklärt, dass wir jetzt noch nicht an die
Aare (das ist ein Fluss, der durch Bern fliesst....was ist ein Fluss???)
spazieren gehen können, da der Fussweg noch überspült ist. Menschen
erzählen manchmal komische Sachen....aber was solls. Naja und als es
jetzt so schön warm, ja fast heiss geworden ist, hat mir Patrizia
gleich mal gezeigt, was die Aare ist. Wow, dieser Fluss, ist ja echt was
tolles....da hats ganz viel Wasser zum trinken, aber was ja |
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Und jetzt kommt noch das Beste: Ich (resp.
Tristan und ich) habe einen eigenen Hundetrainer. Das ist der Roy und
der kommt jede Woche zu uns nach Hause. Aber eigentlich kommt Roy nicht
wegen mir, sondern wegen Tristan. Der hat nämlich schon wieder das
Handy von Patrizia und ihre Schuhe angeknabbert (sowas würde ich
niemals tun) und jetzt haben Patrizia und Gerhard gesagt, dass er lernen muss, wer der Rudelführer ist. Ich weiss natürlich ganz genau wer der Rudelführer ist: Wenn Gerhard nicht da ist, bin ich der Rudelführer ansonsten ist er es :-) Mir macht das lernen total Spass. Ich kann jetzt ganz brav, ohne zu ziehen an der Leine gehen (ist natürlich viel bequemer als wenn ich die Menschen immer mit ziehen muss). Alles andere, also "Sitz" (sientate), "Platz" (aquestate), "warte" (esperra) konnte ich natürlich schon, als ich in der Schweiz angekommen bin, aber jetzt kann ich es noch viel besser. Gerhard und Patrizia sagen mir und allen anderen Menschen immer was ich für ein toller Hund bin (als wenn ich das nicht schon wüsste). Ja, so geht es mir jetzt hier in der Schweiz. Ich schicke ihnen noch ein Foto von Tristan und mir und natürlich noch eins mit unseren Menschen. Ganz liebe und viele Hundebussis |
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