Im Haus ist sie immer noch sehr ängstlich. Jedes Geräusch ist ungewohnt und erschreckt sie. Aber auch hier ist es schon besser geworden.
Anfangs durfte man sich z.B. nicht die Jacke anziehen, jetzt erträgt sie das schon ganz ruhig neben einem. Abends liegt sie jetzt mit auf der Couch (sh. Foto). Der Fernseher war anfangs sehr beunruhigend. Beim ersten Couchabend haben ihn gleich wieder ausmachen müssen. Dann ein neuer Versuch, erstmal ohne Ton. Mittlerweile ist die Kiste nichts mehr, wovor man Angst haben muss.

Auch ein Futternapf scheint ihr völlig fremd gewesen zu sein. Anfangs hat sie daraus nicht gefressen. Ganz langsam haben wir sie daran gewöhnt; erst aus der Hand und dann unmittelbar am Napf gefüttert. Jetzt
klappt es schon ganz gut. Trotzdem frisst sie sehr angespannt, immer zum Absprung bereit.

Am schönsten ist es für sie draußen beim beim Spazierengehen. Da kommt dann schon mal der wahre Beagle bei ihr durch (Nase runter, Schwanz hoch....). Gestern hat sie im Wald durch die Bäume einen
Radfahrer vorbeifahren sehen und plötzlich stand sie in der Leine! Der sah vielleicht ein bisschen wie ein Reh aus. Soviel zum Thema Jagdtrieb...

Manchmal scheint sie ihre Angst zu vergessen. Dann rennt sie mit den anderen los oder springt an uns hoch, wenn es Futter gibt. Aber diese Momente dauern nur ein paar Sekunden, dann scheint sie sich über sich selbst zu erschrecken und erstarrt wieder mit eingeklemmten Schwanz.

Erstaunlich ist, dass sie von Anfang an stubenrein ist. Ihr Geschäft wird nur unterwegs oder auf dem Hof erledigt. Das kann sie doch unmöglich in Spanien gelernt haben! Wahrscheinlich ist ihr einfach nur
der Fussboden im Haus dabei unangenehm. Es wäre mal interessant, wie das bei anderen Hunden ist, die aus ähnlichen Verhältnissen kommen.

Das war's für heute von uns.
Viele Grüße aus Möser von Familie Gottschalk mit Cati, Sina und Lucy