Steffi und Canelo sagen „DANKE“...

Vielen Dank an alle, die Canelos Umzug nach Berlin möglich gemacht haben. 

Als Canelo im November am Flughafen Berlin-Tegel ankam, war er in seiner Transportbox zwar ruhig, aber er sah doch ziemlich verstört und scheu aus. Bei mir zu Hause angekommen öffnete ich seine Box. Gleich lugte er mit immer länger werdendem Giraffenhals durch die Öffnung, um erst mal zu schauen, wo er denn jetzt war. Nach ein paar Minuten wagte er sich dann aus seiner Kiste heraus und begann mit eingezogenem Schwanz und in geduckter Haltung meine Wohnung ein wenig zu erkunden. Ins Wohn(-und Schlaf)zimmer traute er sich nicht, er saß dann den ganzen Abend auf dem Fensterbrett in der Küche und beobachtete alles was ich tat. Sobald ich mich dann aber ins Bett gelegt und das Licht ausgemacht hatte, kam er langsam und leise ins Wohnzimmer um auch dort mal alles zu beschnuppern.

Den ganzen nächsten Tag verbrachte er dann in der Ecke hinter meinem Schreibtisch.

Am darauf folgenden Tag ließ er sich aber wieder blicken und abends ließ er sich dann sogar schon streicheln. Da war ich dann echt glücklich! Dann ging es jeden Tag besser, er hat seine Scheu jetzt völlig abgelegt und ist ein totaler Schmusetiger! Ich hab wirklich noch nie so eine verschmuste und vor allem völlig verrückt schmusende Katze gesehen. Er schmeißt sich immer sofort hin wenn er gestreichelt wird und lässt sich mit Vorliebe am Bauch kraulen. Dabei tretelt er mit den Vorderpfoten immer in der Luft, das ist so süß! Und er ist wirklich extrem gesprächig! Er mauzt mich den ganzen Tag an und wenn ich ihn dann rufe kommt er gleich und will gestreichelt werden. Als ob er sich jetzt das zurückholt was er die sieben Monate vorher nicht genießen konnte. Jeden neuen und auch altbekannten Besucher begrüßt er mit einem freundlichen „MIAU“ und mit um-die-Beine-schlängeln.

Er steht dann auch gern im Mittelpunkt und wenn er nicht gleich mit einem Streicheln begrüßt wird, miaut er noch mal ziemlich mitleidserregend, als ob er von mir nie gestreichelt würde. Er weiß sehr genau, wie er die Menschen um die Kralle wickelt :o)...Er läuft mir auch ständig in der Wohnung hinterher und vor die Füße, ich muss echt aufpassen, dass ich ihn nicht aus Versehen mal trete. Er hat auch schon einige Dummheiten gemacht, ganz in Kater-im-Flegelalter-Manier, z.B. eine ziemlich große Zimmerpflanze runter geworfen (wie er das gemacht hat weiß ich bis heute nicht), aus einer kleinen Glasschüssel den Sand ausgegraben, kleine Pflanzen zerpflückt, Fellmäuse ermordet :o), fette Kratzspuren in meiner Kommode hinterlassen als er versuchte, dort hochzuspringen und dann abrutschte und noch einiges mehr...Aber man kann ihm einfach nicht böse sein, wenn er dann so lieb und unschuldig schaut mit seinen schönen blauen Augen :o)...Ich bin wirklich sehr glücklich und dankbar, Canelo als Mitbewohner zu haben. Es ist nie langweilig mit ihm und wenn ich gestresst nach Hause komme, ist er der ruhende Pol, der einen den Stress gleich vergessen lässt. Ich würde jederzeit wieder ein Tier adoptieren, wenn ich mehr Zeit und eine größere Wohnung hätte gern auch einen Hund. Es ist wirklich schön, dass es Menschen wie euch gibt, die sich dem Schicksal der armen Tiere annehmen und dafür sorgen, dass sie ein glückliches und artgerechtes Leben haben! Es ist wirklich traurig zu sehen, wie einige Menschen die treuen und wehrlosen Geschöpfe behandeln...

Die Photos zeigen einen glücklichen Canelo in seinem neuen Zuhause.

Vielen Dank, viele liebe Grüße und ein dickes Lob für euer Engagement!

Steffi & Canelo